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Energieverbrauch in Rechenzentren

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Rechenzentren brauchen immer mehr Strom. Ein Gutachten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums beziffert, wie Kapazität und Strombedarf in Deutschland bis 2030 wachsen.

  • Die Kapazität der Rechenzentren lag 2024 bei über 2.730 Megawatt; bis 2030 erwartet das Gutachten über 4.800 Megawatt.
  • Betroffen sind Betreiber von Rechenzentren und kleineren IT-Installationen; bei der Standortwahl zählt zunehmend grüner Strom.
  • Für Unternehmen ergibt sich daraus keine Frist.

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Der Strombedarf von Rechenzentren wächst weltweit. Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet, dass er sich bis 2030 auf rund 945 Terawattstunden mehr als verdoppelt (IEA, Stand 10. April 2025). Als wichtigsten Treiber nennt die IEA die Künstliche Intelligenz (KI): Der Strombedarf KI-optimierter Rechenzentren soll sich bis 2030 mehr als vervierfachen.

Für Deutschland liefert ein Gutachten im Auftrag des damaligen Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), heute Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), die Zahlen. Es ist auf den 17. Januar 2025 datiert. Erstellt haben es die Deutsche Energie-Agentur (dena), das Borderstep Institut, die SDIA, EY Law, das Fraunhofer ISI und das IER. Gemessen an den Kapazitäten ist Deutschland danach der größte Rechenzentrumsstandort in Europa.

Seit 2010 hat sich die Kapazität der Rechenzentren in Deutschland mehr als verdoppelt. Sie lag 2024 bei über 2.730 Megawatt. Bis 2030 erwartet das Gutachten ein beschleunigtes Wachstum auf über 4.800 Megawatt. Der Strombedarf von Rechenzentren und kleineren IT-Installationen lag 2024 bei 20 Terawattstunden. Für 2030 rechnet das Gutachten mit 31 Terawattstunden.

Das Wachstum hat regionale Schwerpunkte. Neben Frankfurt am Main gewinnen Berlin/Brandenburg und das Rheinische Revier an Bedeutung. Bei der Standortwahl großer Rechenzentren spielt nach dem Gutachten zunehmend eine Rolle, ob grüner Strom verfügbar ist.

Nach der Meldung, am 18. März 2026, hat das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) mitgeteilt, dass die Bundesregierung eine Rechenzentrumsstrategie beschlossen hat. Ziel ist, die Kapazitäten bis 2030 mindestens zu verdoppeln. Die Strategie umfasst 28 Maßnahmen. Im Handlungsfeld Energie sollen Rechenzentren schneller ans Netz kommen; Energieeffizienz und Abwärmenutzung gelten als zentrale Faktoren. Förderprogramme für Unternehmen nennt die Pressemitteilung nicht.

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