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Höchste Effizienz: Nutzung von Biomasse

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Die Deutsche Energie-Agentur (dena) sieht den größten Nutzen von Biomasse in der Industrie. Sie empfiehlt eine Roadmap, die die Anreize bündelt.

  • Die dena hat ihr Dossier am 18. August 2025 veröffentlicht; Biomasse soll vorrangig in schwer elektrifizierbare Industrieanwendungen gehen.
  • Es betrifft vor allem die Chemie-, Stahl- und Aluminiumbranche sowie die Zement- und Kalkherstellung.
  • Für Unternehmen ergibt sich daraus keine Frist.

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Im September 2025 haben wir über ein Dossier der Deutschen Energie-Agentur (dena) zur Nutzung von Biomasse berichtet. Die dena hat es am 18. August 2025 unter dem Titel „Gezielte Nutzung von Biomasse für eine klimaneutrale und wettbewerbsstarke Industrie“ veröffentlicht. Es beleuchtet den Einsatz von Biomasse in der Industrie und enthält Empfehlungen für Anreize und eine Roadmap.

Bisher wird energetisch genutzte Biomasse vor allem zum Heizen von Gebäuden, zur Stromerzeugung und als Kraftstoff im Straßenverkehr eingesetzt. Weil die nachhaltigen Potenziale begrenzt sind, soll sie nach Ansicht der dena dorthin gelenkt werden, wo sie den höchsten systemischen Nutzen hat und Kaskadennutzung möglich ist, also vor allem in schwer elektrifizierbare Anwendungen wie die stoffliche Nutzung in der Industrie. In Strom- und Wärmeanwendungen kann Biomasse als speicherbarer Energieträger Spitzenlasten decken, wobei dort teils noch Forschungsbedarf besteht.

Der Schwerpunkt des Dossiers liegt auf der Industrie. Dort ist Biomasse nach der dena ein wesentlicher Baustein zur Deckung des Kohlenstoffbedarfs. Die Chemieindustrie, die Stahlindustrie und die Aluminiumherstellung werden auch langfristig Kohlenstoff brauchen; grüner Strom und Wasserstoff reichen laut dena für die vollständige Defossilisierung nicht aus. Besondere Synergien sieht sie in Branchen mit prozessbedingten Emissionen wie der Zement- und Kalkherstellung. Das abgeschiedene CO2 kann dort dauerhaft gespeichert werden (Bioenergy with Carbon Capture and Storage, BECCS) oder über kohlenstoffbasierte Produkte im Kreislauf bleiben.

Einer effizienteren Nutzung stehen nach der Analyse sektorale Einzelinstrumente und Kostenvorteile fossiler Rohstoffe im Weg. Die dena empfiehlt deshalb eine Roadmap, die die Anreizsysteme zu einem gesamtheitlichen Rahmen zusammenführt. Dazu zählen ein klarer Rahmen für nicht-fossilen Kohlenstoff und die Einbindung von Biomasse in Klimaschutzverträge. Den Prozess zur Nationalen Biomassestrategie hatte die vorige Bundesregierung laut dena nicht abgeschlossen.

Für Unternehmen nennt das Dossier bestehende Förderwege. Die Bundesförderung Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) fördert in Modul 2 die Anschaffung von Biomasseanlagen für Prozesswärme; in den Klimaschutzverträgen ist die stoffliche Biomassenutzung förderfähig, die energetische nur in Ausnahmefällen. Beides gibt den Stand des Dossiers wieder. Aus dem Dossier selbst ergibt sich für Unternehmen keine Frist.

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