Förderung kreislauffähiger Wertschöpfung
Mit der Richtlinie CircularGlowUp fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) internationale Forschungsverbünde zur kreislauffähigen Wertschöpfung. Neue Skizzen nimmt der Aufruf nicht mehr an.
- Die Skizzenfrist endete am 30. September 2025; ab 1. Mai 2026 sind die ersten Projekte gestartet.
- Antragsberechtigt waren Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Eureka-Verbünden.
- Einen neuen Aufruf zum Thema haben wir bis 3. Oktober 2026 nicht gefunden; derzeit gibt es keine Frist.
Langversion
2 Minuten LesezeitDas Programm ist seit 30. September 2025 geschlossen (BMFTR, Stand 3. Oktober 2026). Am 2. Juli 2025 hatte das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) die Richtlinie „Globale Wertschöpfung: Umdenken und Perspektiven für eine kreislauffähige Zukunft (CircularGlowUp)“ im Bundesanzeiger veröffentlicht. Grundlage ist das Fachprogramm „Zukunft der Wertschöpfung“. Das Verfahren lief über die internationale Forschungsinitiative Eureka.
Ziel der Richtlinie ist, Unternehmen zu einer kreislauffähigen Wertschöpfung zu befähigen. Gemeint ist mehr als die heutige Kreislaufwirtschaft. Gefördert werden Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprojekte in interdisziplinären, industriegetriebenen Verbünden; Einzelvorhaben sind ausgeschlossen. Projekte, die nur Recycling behandeln, sind nicht förderfähig. In der Regel laufen die Vorhaben drei Jahre.
Antragsberechtigt waren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Deutsche Partner sollten in der Regel mit Partnern aus ein oder zwei weiteren Ländern zusammenarbeiten. Forschung in und mit kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wird besonders gefördert. Die Förderung ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss; Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden erhalten in der Regel 60 Prozent (BMFTR, Stand 2. Juli 2025). Ein Fördervolumen nennt die Richtlinie nicht.
Das Verfahren war zweistufig. Bis 30. September 2025 waren Projektskizzen als englischsprachige Eureka-Projektanträge einzureichen. Laut Programmseite gingen 114 Ideenskizzen ein. Am 1. Mai 2026 startete das begleitende wissenschaftliche Projekt Circle4Value, am 1. Juni und 1. Juli 2026 folgten elf internationale Eureka-Projekte und nationale Verbundprojekte.
Für ein neues Vorhaben ist der Aufruf damit abgeschlossen. Einen Folgeaufruf zum Thema haben wir bis 3. Oktober 2026 nicht gefunden. Die Richtlinie zeigt aber, worauf das BMFTR bei kreislauffähiger Wertschöpfung achtet: internationale Verbünde, die Beteiligung der Industrie und ein Ansatz, der über Recycling hinausgeht.