NRW fördert Schlüsseltechnologien
Die EU-Kommission hat die Änderung des EFRE/JTF-Programms Nordrhein-Westfalen 2021-2027 genehmigt. Damit kann das Land kritische Technologien mit rund 500 Millionen Euro fördern.
- NRW erhielt als erste Region die Genehmigung der EU-Kommission; das Land meldete sie am 16. August 2024.
- Die Mittel kommen vor allem Unternehmen sowie Berufsbildungs- und Forschungseinrichtungen zugute, die in Produktions- und Entwicklungskapazitäten investieren.
- Gefördert wird über eigene Aufrufe wie Produktives.NRW; Fristen nennt die Pressemitteilung nicht.
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2 Minuten LesezeitDas Land Nordrhein-Westfalen kann sogenannte kritische Technologien mit rund 500 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Just Transition Fund (JTF) fördern. Das hat das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie (MWIKE) am 16. August 2024 mitgeteilt. Die nötige Genehmigung der EU-Kommission, das EFRE/JTF-Programm Nordrhein-Westfalen 2021-2027 zu ändern, erhielt NRW als erste Region.
Als kritisch gelten Technologien für die digitale Transformation wie Halbleitertechnik, künstliche Intelligenz und Quantentechnologien. Dazu kommen umweltschonende und ressourceneffiziente Technologien für die Kreislaufwirtschaft sowie Biotechnologien. Den Rahmen setzt die STEP-Verordnung der EU. Mit ihr will die EU strategische Abhängigkeiten verringern und auf Spitzentechnologien aus Europa setzen.
Die Mittel kommen in erster Linie Unternehmen sowie Berufsbildungs- und Forschungseinrichtungen zugute. Gefördert werden Investitionen in Produktions- und Entwicklungskapazitäten für Transformationstechnologien: Labore und Prototypen, Gebäude und Maschinen, aber auch Patentrechte und Lizenzen. Insgesamt stehen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 EU-Mittel von 1,9 Milliarden Euro bereit (MWIKE, Stand 16. August 2024).
Die Pressemitteilung nennt drei Aufrufe. Die Innovationswettbewerbe GreenEconomy.IN.NRW und Industrie.IN.NRW für kritische Technologien liefen bereits. Der neue Förderaufruf Produktives.NRW unterstützt Ansiedlungen und Investitionen auch von Großunternehmen, allerdings nur im Gebiet des JTF: im Rheinischen Revier ohne den Kreis Euskirchen und in Bottrop, Dorsten, Gladbeck und Marl im nördlichen Ruhrgebiet.
Von den Investitionen erwartet Wirtschaftsministerin Mona Neubaur zukunftsfeste Wertschöpfung, attraktive Arbeitsplätze und mehr Wettbewerbsfähigkeit. Fristen und Förderhöhen für einzelne Vorhaben nennt die Pressemitteilung nicht.