dena-Gebäudereport 2025
Das erste Update zum dena-Gebäudereport 2025 zeichnet für 2024 ein gemischtes Bild: viel Photovoltaik an Gebäuden, wenig neue Heizungen, aber mehr Förderanträge.
- Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat das Update am 30. April 2025 vorgestellt; 2024 wurden nur 712.500 Heizungen verkauft.
- Die Zahlen betreffen Gebäudeeigentümer, die Heizung oder Sanierung planen; die Anträge in den BEG-Einzelmaßnahmen stiegen 2024 um 26 Prozent.
- Für Unternehmen ergibt sich daraus keine Frist.
Langversion
2 Minuten LesezeitDie Deutsche Energie-Agentur (dena) hat am 30. April 2025 das erste Update zum dena-Gebäudereport 2025 veröffentlicht. Neben dem Jahresbericht soll künftig zweimal jährlich ein solches Update erscheinen, damit neue Zahlen schneller in die Darstellung einfließen. Grundlage sind Zahlen aus 2024 von Bundesämtern, Verbänden und Instituten.
Der Zwischenbericht enthält Daten zu Wärmeerzeugern, Energieverbrauch, CO₂-Emissionen, Baukosten und Förderzahlen. Dazu kommt eine regionale Auswertung zur Photovoltaik (PV).
Beim PV-Ausbau an Gebäuden blieb das Tempo hoch: 2024 kamen laut dena 10,1 Gigawatt hinzu, nur leicht weniger als im Rekordjahr 2023. Bayern liegt mit 1,28 kWp installierter Leistung pro Einwohner vorn, vor Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Am Ende stehen Berlin, Hamburg und Bremen; Berlin erreicht 0,10 kWp pro Einwohner.
Ganz anders der Heizungsmarkt. Der Absatz von Wärmeerzeugern brach 2024 gegenüber dem Vorjahr um 46 Prozent auf 712.500 Geräte ein, so wenige wie seit sieben Jahren nicht mehr. Gasheizungen verloren 49 Prozent, Wärmepumpen 46 Prozent. Zugleich stiegen die Anträge in den Einzelmaßnahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) um 26 Prozent; 76,2 Prozent davon betrafen Wärmepumpen. Die Anträge für den individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) nahmen um 31 Prozent zu. Die dena sieht darin ein Indiz, dass sich viele Eigentümer auf künftige Sanierungen vorbereiten.
Inzwischen liegen neuere Zahlen vor. Laut Updatebericht April 2026 wurden 2025 erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft, insgesamt rund 299.000 Anlagen (dena, Stand 11. Mai 2026). Für die Planung eines Vorhabens sind damit die Zahlen für 2025 aktueller. Welche Förderung heute gilt, beantwortet der Report nicht.