Gebäudereport 2025 veröffentlicht
Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat im Januar 2025 ihren jährlichen Gebäudereport vorgelegt. Er bündelt Daten zu Gebäudebestand, Wärmeerzeugung, Emissionen, Energieverbrauch, Baukosten und Förderungen.
- Im Neubau erhielten 2023 rund 65 Prozent der Wohngebäude eine Wärmepumpe; im ersten Halbjahr 2024 ging der Absatz nicht-fossiler Wärmeerzeuger stark zurück.
- Betroffen ist vor allem der Bestand: 79 Prozent der knapp 20 Millionen Wohngebäude werden laut dena mit Öl und Gas beheizt.
- Für Unternehmen ergibt sich daraus keine Frist; inzwischen liegt der Gebäudereport 2026 vor.
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2 Minuten LesezeitDie Deutsche Energie-Agentur (dena) hat am 10. Januar 2025 ihren Gebäudereport 2025 vorgestellt. Darin untersucht sie jährlich, welchen Beitrag Gebäude zum Klimaschutz leisten. Der Bericht liefert Daten zu Gebäudebestand, Wärmeerzeugung, Treibhausgasemissionen, Energieverbrauch, Baukosten und Förderungen. Die 2024 veröffentlichten Daten des Zensus 2022 haben den Datenumfang deutlich erweitert.
Im Neubau erhielten 2023 rund 65 Prozent der Wohngebäude eine Wärmepumpe. Im Bestand dominieren dagegen weiterhin fossile Energieträger. Laut dena werden 79 Prozent der knapp 20 Millionen Wohngebäude mit Öl und Gas beheizt; der Anteil der Heizungen mit erneuerbaren Energien lag 2022 bei 10 Prozent (dena, Stand 10. Januar 2025). Den Wärmebedarf der Wohngebäude deckten 2023 zu 44 Prozent Erdgas und zu 22 Prozent Öl.
2023 war ein Rekordjahr für den Absatz nicht-fossiler Wärmeerzeuger. Im ersten Halbjahr 2024 ging der Verkauf von Biomasse-Anlagen dann um 74 Prozent zurück, der von Wärmepumpen um 54 Prozent. Hochrechnungen erwarten einen deutlichen Rückgang für das ganze Jahr 2024. Gefragt blieb die Energieberatung: Im ersten Halbjahr 2024 gingen rund 80.000 Anträge für Wohngebäude ein, neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Seit 2021 entfielen 570.000 Förderanträge in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) auf Wärmepumpen, 51 Prozent aller Anträge.
Herausgeberin ist die dena, die den Bericht jährlich erstellt. Nach ihren Ergebnissen bleibt Klimaneutralität im Gebäudebestand bis 2045 trotz Fortschritten eine Herausforderung.
Inzwischen liegt der Gebäudereport 2026 vor. Danach verfehlt der Gebäudesektor die Klimaziele weiterhin (dena, Stand 26. Januar 2026). Beim Absatz nennt das Update vom April 2026 neue Zahlen: 2025 war rund die Hälfte der verkauften Heizungen eine Wärmepumpe, ihr Anteil stieg von 27 auf 48 Prozent. Im Bestand lag der Anteil der Wärmepumpen 2024 bei 4,3 Prozent. Für Unternehmen ergibt sich aus dem Bericht keine Frist.